Městys Krucemburk
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Einleitung - die Gemeinden Krucemburk, Staré Ransko, Hluboká


Einleitung - die Gemeinden Krucemburk, Staré Ransko, Hluboká

KrucemburkDie Gemeinde Krucemburk und ihre zwei dazugehörigen Orte Staré Ransko und Hluboká befinden sich in der Region Vysočina im Landkreis Havlíčkův Brod. Die Gemeinde kam auf der Basis des Referendums im Jahr 1993 zurück zu ihrem eigentlichen Historischen Namen. Es wurde so die Zwischenzeit der Jahre 1949- 1933 wo es Křížová hieß beendet. Dieser tschechisch klingende Name wurde im Jahr 1949 nicht von den Bürgern einstimmig übernommen, sondern wurde der Gemeinde zugeteilt und wurde von den altansässigen immer noch Krucemburk genannt. Genauso ist es aber mit Bürgern die in der Zeit geboren wurden, wo die Gemeinde Křižová hieß, sie werden sich für immer als „Křížováci“ fühlen.

Die älteste erhaltene schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1241. Im Jahr 1385 wurde Krucemburk von Epík aus Hrádek zur Gemeinde ernannt und bekam von ihm sein Wappen, drei silberne Wolfszähne im roten Feld. Dieses Symbol wird von der Gemeinde noch heute benutzt.

Krucemburk, Staré Ransko und Hluboká sind mit ihren fast 1600 Einwohnern leben ein vollwertiges Leben in der wunderschonen Natur des Böhmisch- Mährischen Hügellandes. Die Meereshöhe in dieser Gegend bewegt sich von 550 bis 661m. In jeder Jahreszeit hat Krucemburk was anzubieten. Neben der makellosen Landschaft und tatsachlicher gesunder Luft gibt es hier tiefe Wälder, ein Sechzighektar großen Erholungssee mit dem Namen Řeka und der dazugehörige Zeltplatz, das Erholungscentrum Štíří důl versteckt in dem gleichen Tal (benannt von dem hier lebenden geschützten Feuersalamandern, welchen Altansässige immer „Štír“ nennen).

Fahrradwege führen sie in nahe aber auch ferne Orte und im Sattel des Rades gibt es von hier aus viele schöne Orte zu erreichen z.B. Žďársko, Přibyslavsko, Havlíčková Borová, das Freilichtmuseum Veselý Kopec, das ganze Poddoubraví und viele weitere interessante und schöne Lokalitäten.

Starý Ransko wird von einer Jahrhundert langen Tradition von Abbau und Eisenverarbeitung in Vysočina geprägt. Nach der Beendung des Abbauens wurden einige Orte unter Wasser gesetzt und so entstanden die oft besuchten Ransko Seen, welche im Jahr 1990 zu einer Naturreservation ernannt wurden. Neben dieser Naturreservation breitet sich die fast 700 Hektar große Nationale Naturreservation Ransko.

Aus Hluboká wurde im Laufe der Zeit ein Hüttendorf, welches dank der Pflege der Bewohner einen malerischen Charakter hat.

Die Gegend um Krucemburk begeisterte dabei auch, bei einem mehr als einmonatigen Sommer Aufenthalt im Jahr 1906, den damaligen Universitätsprofessor Tomáš Garrigue Masaryk und somit wird sie sicher auch Ihnen lieb werden.

Krucemburk, welches nach den Worten des weltberühmten Malers Meister Jan Zrzavý „ das Städtchen bergauf“, bietet ihnen 15, vom Staat geschützte, Kulturdenkmäler an. Sicher hat auch die schon genannte wunderschöne Natur ihren positiven Einfluss darauf, das sich in die Geschehen der Gemeinde viele Künstler mit berühmten Namen eintrugen und ihre Werke hier ließen. Die Werke von den Bildhauern Jan Štursa und Vincenc Makovský, dem Architekten Josef Gočár, dem Maler Jan Zrzavý, dem Maler Jiří Binko und weiteren.

An das Andenken vom Meister Jan Zrzavý können sie sich bei seinem Grab auf dem katholischen Friedhof verneigen. Informationen und nicht nur über sein Leben und seinen Werken, bietet ihnen die Gedenkstätte von Jan Zrzavý beim Informationszentrum Krucemburk im Gebäude des Gemeindeamtes.

In Krucemburk sind viele Interessenorganisationen tätig, Ihre Aktivität zieht sich bei den meisten schon über Jahrzehnte hinweg. Der Verein der Freunde Krucemburk, die Gesellschaft Jan Zrzavý, das Marionettentheater Oblázek, der Sportklub Peroun Hluboká, die Sporteinheit Spartak Staré Rankso, die Sporthalle Sokol Krucemburk, die Schachspieler, die Briefmarkensammler, die Jäger, die Kleingärtner, die Züchter, die Feuerwehr und weitere.


Die Geschichte von Krucemburk

Krucemburk (deutsch Kreuzburg, später Kreuzberg) befindet sich auf dem ehemaligen Pfad Trstěnice, welche sich unter Krucemburk mit dem weiteren sehr bedeutungsvollen Libice Pfad kreuzte.

Im 11.Jahrhundert war die Grenzgegend von einem tiefen und gefährlichen Urwald gedeckt, Pfade führten deshalb meist am Wasser entlang. Zum Schutz des Pfades entstand hier scheinbar auch eine Festung. Der Münzmeister Adam aus Brno hatte hier Unterschlupf gefunden vor Tataren, die Mähren im Jahre 1241 gepeinigt haben. Krucemburk wurde in dieser Zeit Kreuzberg genannt.

Der hiesige verödete Landkreis gehörte damals dem reichen Magnat Jan aus Bratčic, welcher als er Polná gründete Jan aus Polná geschrieben wurde. In diesem Zeitabschnitt wird auch die Gründung von Přibyslav und dem Kloster in Žďár datiert.

Jan aus Polná schenkte damals den Slubický Wald, mit dem Gebiet von der Quelle des Flusses Doubravice (heute Doubravka) und Kamenice (heute Chrudimka) bis hin zu Přechod (heute Bílek) der Ordnung deutscher Ritter. Den Schenkungsvertrag besiegelte der König Václav I. in Konopiště.

Die deutschen Ritter gründeten hier eine Siedlung, welche sie Kreuzberk nannten. Dies passierte schon vor dem Jahr 1240. Andere Siedlungen wurden hier nicht von Deutschen Rittern gegründet, die waren nicht einmal Schutzherren der hiesigen Kirche, welche auch im 13.Jahrhundert gegründet wurde und den Namen der heilige Mikuláš bekam.

In den Jahren 1247- 1261 war hier Arlanus Hericus Karel Jindřich der Münzmeister, er stanzte hier Münzen aus Silber aus Přibyslav welche Braktáty genannt wurden. Der Ort wo der Münzmeister geboren wurde, war Kreuzberg in Thüringen. Er sollte hier angeblich eine Festung bauen und dem Gebiet den Namen nach seinem Geburtstort geben. Dies ist die zweite unwahrscheinliche Version zum Namen Krucemburk.

Den deutschen Rittern gefällt es hier wohl nicht besonders und so verkauften sie Kreuzberg im Jahr 1321 dem Landesmarschall Jindřich aus Lipá. Allerdings auch er verkaufte später Krucemburk einem sogenannten Lev aus Kreuzberg. Als weiterer Besitzer wurde dann der Ritter Epík aus Hrádek, der Schutzherr der Studenec und Kirche in Krucemburk, er ernannte Krucemburk im Jahre 1385 zum Städtchen und verlieh ihm sein Wappen, drei Wolfszähne im roten Feld. Dieses Zeichen wird bis heute verwendet.

Die Epíken schrieben sich weiterhin von Krucemburk, obwohl es ihnen in der Zeit bereits nicht mehr gehörte.

Zur großen Entwicklung kam es, als die Besitzer Střelen aus Rokyc waren. Krucemburk wurde von dem Ritter Mikuláš Střela aus Rokyc gekauft. Ein soldatischer Hauptmann des Königs Jiří aus Poděbrad und Vladislav Jagelonský im Jahr 1474.

Die Střelen waren protestantischer Glaubensbekenntnis. Der letzte Střela mit protestantischem Glaubensbekenntnis war Purkhard Střela, der nach der verlorenen Schlacht auf dem Weißen Berg mit der Stilllegung seiner Habschaft bestraft wurde.

Nach seinem Tod ist seine Witwe Sabine mit ihren zwei Söhnen zum Katholismus konvertiert und so hat der Kaiser ihnen ihre Habschaft zurückgegeben und die Söhne zu Freiherren ernannt.

An Mikuláš Střela, scheinbar einer der späteren Miluláš, erinnert ein Relief eines Ritters in voller Rüstung, welcher in der katholischen Kirche steht und vom Familiengrab ist. Heutzutage betrachtet man Mikluáš Střela als Schutzherr der Kleinstadt. In der Zeit der Střelen wurde scheinbar in Krucemburk auch die Schule errichtet.

Der dreißigjährige Krieg und die darauffolgende Zeit der Gegenreformation hat Krucemburk tragisch heimgesucht. Auch das Vorbeiziehen der schwedischen Armee, deren Einheiten diese Gegend geplündert haben. Der Zerstörung in dieser Zeit wich Krucemburk nicht aus, zerstört und verbrannt wurden das Schloss der Střelen, das Pfarrhaus und die Kirche. Viele Hauser wurden verbrannt und deshalb verließen einige Bewohner Krucemburk und somit blieb deren Landwirtschaft verlassen und verödet, jedenfalls steht es so in Urbarium im Verzeichnis des Besitzes aus der Zeit.

Im Jahr 1677 kaufte das Krucemburk Gut der Fürst Ferdinant von Dietrichtstein, er erneuerte das Pfarrhaus und die Kirche. Das schloss wurde nicht erneuert und er hat Krucemburk zu seinem Polenskopřibyslav Gut angeschlossen.

Im Jahre 1670 gab der Kaiser Leopold die Erlaubnis, dem Städtchen das Privileg des Jahresfest Marktes, hiesige Geschäftsmenschen und Handwerker hoben das Leben im Städtchen empor.

Zu einer bedeutenden Familie in Krucemburk gehörte die Familie Skřivanova, welche sehr das Leben im damaligen Krucemburk beeinflusste. Ihr Vorfahre war der Verwalter im Schloss von Rudolf Střela.

Die Skřivanové gründeten im Jahre 1728 eine Gerbermanufaktur. Die Gerberei war mehr als 250 Jahre im Lauf. Lange Jahre war Augustin Skřivan der Primator Krucemburks. Seine Brüder Dr. med. František und Antonín Skřivanové gehörten zu sehr wichtigen Persönlichkeiten der Tschechischen Nation. Im Jahr 1778 wurden über dem Städtchen, auf Anlass des Pfarrers Vrba, drei Kreuze gehisst, welche von dem Zeitpunkt an oft erneuert als festes Symbol der Stadt gelten. Ein halbes Jahr nach der Aushändigung des Toleranzpatents, ist hier als erster in Tschechien eine evangelisch-lutherische Gemeinde entstanden. Im Jahr 1840 wurde hier eine neue evangelische Kirche erbaut. Im Jahr 1855 wurde eine Schule erbaut und im Jahr 1868 ein Postamt. Am 16. Mai 1871 fingen Züge auf der Strecke Německý Brod- Rosice nad Labem an zu fahren. Der Bahnhof in Ždírec bekam den Namen Ždírec- Krucemburk. Im April 1893 suchte ein bösartiges Feuer Krucemburk heim, es verbrannten mehr als die Hälfte der Häuser und ohne ein Dach über dem Kopf waren rund tausend Bewohner.

Im Jahr 1906 war hier auf einem Ferienaufenthalt Professor T.G. Masaryk mit seiner Familie, er war später Präsident der Tschechischen Republik. Seinen Aufenthalt nutzte er für verschiedene Vorlesungen in Krucemburk und seiner Nähe.

Später wurde zu den Besitzern der Gerberei die Familie Binková. Aus dieser Familie waren als angesehene Mitglieder Josef Blinko, der Verfechter der Photographie in Tschechien, Ivan Binko der Autor von Büchern über die Gerberei und der akademische Maler Ivan Binko, welcher nebenbei auch der Autor der Glasmalerei in der katholischen Kirche des heiligen Mikuláš ist.

Die Brüder Josef und Dušan Binko waren Schwäger des angesehenen tschechischen Architekten Josef Gočár. Gočár und andere Verwandten der Familie Binko, der Bildhauer Jan Štrusa, ließen in Krucemburk ihre Werke. Auch als weiterer angesehener Bildhauer Vincenc Makov hatte in Krucemburk Vorfahren und Entwurf für den evangelischen Friedhof ein Denkmal an die Opfer des Krieges des Evangelischen Glaubensbekenntnisses.

Der Maler Jan Zrzavý, welcher oft Krucemburk in seinen Werken verewigte, liebte Krucemburk, den Geburtstort seines Vaters so sehr, dass er es sich als Ort seiner letzten Tage wählte.

Die Kultur und das Gesellschaftsleben gipfelten in der Zeit der ersten Republik. Diese Zeit wurde aber sehr gewaltsam von der Nazibesatzung unterbrochen. Im Jahr 1945 wurde Krucemburk von der SS Armee und der Gestapo umzingelt, es fingen Verhaftungen an bei Bürgern die mit Partisanen zusammenarbeiteten. Von 24 Verhafteten hat die Hälfte nicht das Verhör und das Leiden in Theresienstadt überlebt.

Damit es noch nicht zu Ende war mit dem Kriegsleiden, war Krucemburk am 9.Mai 1945 von einem schweren Luftangriff betroffen, bei welchem 26 Bürger verstarben. Viele waren verletzt und es entstanden große materielle Schäden.

Im Jahr 1949 kam es zur Umbenennung Krucemburks gegen den Willen seiner Bürger zu Křižová.

Der Ursprüngliche Name Krucemburk wurde erst wieder im Jahr 1993 geltend gemacht.


Staré Ransko

Staré RanskoGegründet wurde es nach dem Jahr 1355 von Zdeněk aus Ronov. In der Umgebung der neu entstandenen Gemeinde werden reiche Lager an Eisenerz gefunden. Es wurde unter dem sogenannten Ransko Berg (Babylon) angefangen abzubauen. Ransko oder auch Ronwald, so wurde es früher genannt, wurde zur Bergbausiedlung. In dieser Zeit begann in Rankso die Herstellung von Roheisen, welches weiter in Hamry gefrischt wurde. Erstmals wurde das Eisen in primitiven Öfen geschmolzen und das noch lange Zeit. Zum größten Aufschwung des Eisenwerkes kam es in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wo vier Hochöfen gearbeitet haben. In dieser Zeit waren das Eisenwerk in Ransko und das Eisenwerk in Polnička ein gemeinsamer Betrieb und in der Produktion gehörten sie zum zweit größten Eisenwerk der Tschechischen Republik.

Nach verschiedenen Besitzern der Herschafft Polenskopřibyslavsko kaufte dieses beschlagnahmte Dominium der Kardinal Fürst František aus Dietrichstein. Grade im Besitz von Dietrichstein kam es zum größten Aufschwung des Eisenwerkes in Ransko. Als es am Ende des 19 Jahrhunderts zum fast ganzen Abbau des Erzes kam, mangelte es an Holz zur Produktion von Holzkohle. Die Anfuhr von Erz und Kohle war über den Schienenverkehr teuer und so kam es langsam zum Verfall des Eisenwerkes. Zuerst wurde die Produktion in Polnička beendet und im Jahr 1886 kam es auch zur Schließung des Eisenwerkes in Ransko und auch der Abbau im Bergwerk wurde eingestellt. Somit endete die fast 600 Jahre alte Tradition des Eisenwerkes in Staré Ransko.

Davor richtete sich Josef Janáček im Jahre 1872 in Ransko eine Maschinenwerkstatt ein aus welcher am Ort des alten Eisenwerkes eine Ingenieurgesellschaft mit einer Gießerei entstand. Der Betrieb welcher nach der Nationalisierung zu einigen verschiedenen Betrieben gehörte, besitzt heute die Fima BEHO und diese setzt die Tradition der Maschinenproduktion in Staré Ransko fort.

Von den 60. bis zu den 90. Jahren wurde in Staré Ransko die Gewinnung von Erz erneut, wo das Bergwerk Tereza entstand.

Staré Ransko hat den Charakter einer Industriegemeinde. Eine Allee alter geschützter Bäume führt zum ehemaligen Gut. Auch die Umgebung von Staré Ransko ist sehr anziehend, tiefe Wälder in die Richtung zur Havlíčková Borová mit dem Gipfel des Babylons und den Überresten der Bergwerke. Der Erholungsort beim See Řeka, der See Ransko und Pobočenský verschönern das Aussehen der Gemeinde.


Die Gemeinde Hluboká

Die Gemeinde HlubokáAn den Orten wo sich jetzt die Gemeinde Hluboká befindet führte in der Vergangenheit der Libice Pfad. Die Gemeinde ist scheinbar im Umbruch vom 13. zum 14. Jahrhundert, so wie die meisten Gemeinden, entstanden. Die erste schriftliche Erwähnung über Hluboká ist aus dem Jahr 1548, aus dem Verzeichnis des Eigentümers von Krucemburk (deutsch Kreuzburg, später Kreuzberg) David Střela aus Rokyc. Hluboká gehörte zu seinem Kreuzberger Dominium. Früher war es eine landwirtschaftliche Siedlung, derer einige Bewohner in den Ransko-Dietrichstein Eisenwerk und in den Ransko Bergwerk arbeiteten. Später auch in Fabriken in Krucemburk und seiner Nähe.

In Hluboká gab es vom Jahr 1822 eine Schule, welche aber im Jahre 1963 wieder abgeschafft wurde. In der heutigen Zeit fahren hier zur Entspannung viele Wochenendhausbesucher hin, es zieht sie zum nicht weit entfernten See Řeka, zum See Velké Dařko, in die tiefen Wälder und in die wunderschöne Natur der Umgebung hin.

Nicht weit entfernt von Hluboká ist das Naturgebilde Štíří důl, wo sich der geschützte Feuersalamander befindet.

Fond Vysočiny

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